PATER NOSTER – Die Programm Titel
Knut Nystedt (*1915): Peace I leave with you
Peace I leave with you, my peace I give unto you:
not as the world giveth, give I unto you.
Let not your heart be troubled, neither let it be afraid.
Frieden hinterlasse ich Euch, meinen Frieden gebe ich Euch: Nicht gebe ich euch, wie die Welt gibt. Euer Herz erschrecke nicht und fürchte sich nicht.
Johann Grabbe (1585-1655): Perché mi fuggi
Perché mi fuggi, lasso, s’hai della morte mia tanto desio?
Tu separ il cor mio, credi tu per fuggire? Crudel, far mi morire!
Ah, non si può morir senza dolore e doler non si può chi non ha core.
Weh mir! Warum entfliehst du, als könnte nur mein Tod Labsal dir bringen? Das Herz wird mir zerspringen, willst du dich von mir wenden? Du Grausame, so lass mich enden!
Ach, keiner sieht den Tod ohn’ große Schmerzen, und das Leid fühlen nicht erstorb’ne Herzen.
Johann Hermann Schein (1585-1630): Die mit Tränen säen
Die mit Tränen säen, werden mit Freuden ernten. Sie gehen hin und weinen und tragen edlen Samen und kommen mit Freuden und bringen ihre Garben.
Johann Sebastian Bach (1685 – 1750): Canone (Cello-Duo)
Arnold Mendelssohn (1855-1933): Passionsgesang
Was hast du verwirket, o du allerholdseligster Knab’, Jesu
Christe, dass du so verurteilt warest?
Was hast du begangen, o du allerfreundlichster Jüngling, dass man
so übel und kläglich an dir gehandelt?
Was ist doch dein Verbrechen und Missetat?
Was ist deine Schuld, was ist die Ursach’ deines Todes?
Was ist doch die Verwirkung deiner Verdammnis?
O, ich bin die Ursach’ der Plage deines Leidens, ich bin die Verschuldung
deines Hinrichtens, ich bin das Verdienst deines Todes,
das fluchwürdige Laster, so an dir gerächet worden! Ich bin die
Öffnung der Wunden deines Leibes, die Angst deiner Peinigung!
Ach, wohin, du Sohn Gottes, hat deine Demut sich geniedriget?
Alberto Ginastera (1916-1983): Lamentations of Jeremiah
I. O vos omnes qui transitis per viam adtendite et videte si est dolor
sicut dolor meus quoniam vindemiavit me ut locutus est Dominus in
die irae furoris sui.
Vide Domine quoniam tribulor venter meus conturbatus est
subversum est cor meum in memet ipsa quoniam amaritudine plena
sum foris interfecit gladius et domi mors similis est.
Idcirco ego plorans et oculus meus deducens aquam quia longe
factus est a me consolator convertens animam meam facti sunt filii
mei perditi quoniam invaluit inimicus.
Persequiris in furore et conteres eos sub coelis Domine.
Euch sage ich allen, die ihr vorübergeht; Schauet doch und sehet, ob irgend ein Schmerz sei wie mein Schmerz, der mich getroffen hat; denn der HERR hat mich voll Jammers gemacht am Tage seines grimmigen Zorns.
Ach Herr, siehe doch, wie bange ist mir, dass mir’s im Leibe davon weh tut! Mein Herz wallt mir in meinem Leibe, weil ich so gar ungehorsam gewesen bin. Draußen hat mich das Schwert und im Hause hat mich der Tod zur Witwe gemacht.
Darum weine ich so, und meine beiden Augen fließen mit Wasser, dass der Tröster, der meine Seele sollte erquicken, fern von mir ist. Meine Kinder sind dahin; denn der Feind hat die Oberhand gekriegt.
Verfolge sie mit deinem Grimm und vertilge sie unter dem Himmel des Herrn.
II. Ego vir videns paupertatem meam in virga indignationis eius. Me
minavit et adduxit in tenebris. Vetustam fecit pellem meam et carnem
meam contrivit ossa mea. In tenebrosis conlocavit me quasi mortuos
sempiternos. Sed et cum clamavero et rogavero exclusit orationem
meam. (…mortuos) Et dixi periit finis meus et spes mea a Domino.
Ich bin ein elender Mann, der die Rute seines Grimmes sehen muss. Er hat mich geführt und lassen gehen in die Finsternis. Er hat mir Fleisch und Haut alt gemacht und mein Gebein zerschlagen. Er hat mich in Finsternis gelegt wie die, so längst tot sind. Und wenn ich gleich schreie und rufe, so stopft er die Ohren zu vor meinem Gebet. Ich sprach: Mein Vermögen ist dahin und meine Hoffnung auf den Herrn.
Johann Sebastian Bach (1685 – 1750): Canone (Cello-Duo)
Józef Swider (*1930): Pater noster
Pater Noster, qui es in coelis, Sanctificetur nomen tuum
Adveniat regnum tuum, Fiat voluntas tua, Sicut in coeli et in terra.
Panem nostrum cotidianum da nobis hodie,
Et dimitte nobis debita nostra,
Sicut et nos dimittimus debitoribus nostris.
Et ne nos inducas in tentationem, sed libera nos a malo.
Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Arvo Pärt (*1935): Which was the son of
And Jesus himself began to be about thirty years of age, being (as
was supposed) the son of Joseph, which was the son of Heli, which
was the son of Matthat, …Levi, …Melchi, …Janna, …Joseph,
…Mattathias, …Amos, …Naum, …Esli, …Nagge, …Maath,
…Mattathias, …Semei, …Joseph, …Juda, …Joanna, …Rhesa,
…Zorobabel, …Salathiel, …Neri, …Melchi, …Addi, …Cosam, …Elmodam,
…Er, …Jose, …Eliezer, …Jorim, …Matthat, …Levi, …Simeon,
…Juda, …Joseph, …Jonan, …Eliakim, …Melea, …Menan, …Mattatha,
…Nathan, …David, …Jesse, …Obed, …Booz, …Salmon, …Naasson,
…Aminadab, …Aram, …Esrom, …Phares, …Juda, …Jacob, …Isaac,
…Abraham, …Thara, …Nachor, …Saruch, …Ragau, …Phalec,
…Heber, …Sala, …Cainan, …Arphaxad, …Sem, …Noe, …Lamech, …
Mathusala, …Enoch, …Jared, …Maleleel, …Cainan, …Enos, …Seth,
which was the son of Adam, which was the son of God. Amen.
Und Jesus war, als er auftrat, etwa dreißig Jahre alt und wurde gehalten für einen Sohn Josefs, der war ein Sohn Elis, …der war ein Sohn Adams, der war Gottes Sohn. Amen.
Johann Sebastian Bach (1685 – 1750): Canone (Cello-Duo)
Eric Whitacre (*1970): Lux aurumque
Lux, calida gravisque pura velut aurum
et canunt angeli molliter modo natum.
Licht, warm und schwer wie reines Gold
und die Engel singen sanft dem neugeborenen Kind
